Chromatische Mundharmonikas erlauben es, über einen Schieber alle Halbtöne der westlichen Musik abzudecken. Die Kanzellen 1-4 und 5-8 umfassen demnach bereits sowohl eine vollständige C-Dur-Tonleiter, als auch bei gedrückt gehaltenem Tonschieber eine vollständige C#-Dur-Tonleiter. Somit stehen Ihnen alle Musiktitel offen.

Die chromatische Mundharmonika wird zumeist, wie andere obligate Blasinstrumente (diejenige Stimme oder dasjenige Instrument, welche die Träger der Melodie sind), eintönig gespielt, wobei es zwei Spieltechniken gibt.

Eine dieser Spieltechniken ist das „Tongue-blocking“. Hierbei wird die Zunge auf das Mundstück gelegt und, je nach individueller Spielart und Mundgröße, mehrere Tonkanäle ständig abgedeckt, so dass im rechten Mundwinkel eine Kanzelle zur Erzeugung des Melodietones offen gelassen wird. Die bei diatonischen Mundharmonikas in Richter-Stimmung gern und oft praktizierte Zungenschlagtechnik, wird bei der chromatischen Mundharmonika aus harmonischen Gründen eher nicht angewendet.

Die andere Spieltechnik ist die mit dem „gespitzten Pfeifmund“. Wie beim Pfeifen eines Liedes wird das Loch zwischen Ober- und Unterlippe so stark verkleinert, dass die Atemluft nur einen einzigen Tonkanal bedient. Im Workshop wird Ihnen ausführlich die richtige Haltung und der korrekte Ansatz der Mundharmonika und das Einzeltonspiel erklärt. Danach geht es aber auch gleich los mit dem Spielen des ersten Lieds nach dem Chromaticfox-System.