Die erste uns bekannte Notation ist die griechische, datiert unterschiedlichen Quellen zufolge im 7. Jahrhundert v. Chr. oder erst 250 v. Chr. und verwendete Buchstaben für die Tonhöhe und markierte mit darüber geschriebenen Symbolen die Tondauer. Dass sie in Vergessenheit geriet, zeigt folgendes Zitat des Kirchenvaters und Bischofs Isidor von Sevilla aus seiner Erymologiae (um 625), in dem er behauptet, es sei unmöglich, Musik zu notieren:

„Nisi enim ab homine memoria teneantur, soni pereunt, quia scribi non possunt“
„Wenn sie nämlich nicht von den Menschen im Gedächtnis behalten werden, vergehen die Töne, weil sie sich ja nicht aufschreiben lassen.“
– Etym. III, cap. 15

Die Notation in der Musik dient zunächst einmal der schriftlichen Dokumentation schon bekannter Musikstücke und war bis zur Erfindung der Phonographie die einzige Möglichkeit, gehörte Musik anders als durch Erinnerung festzuhalten. Ein anderer Nutzen der Notenschrift besteht darin, neue Melodien ausschließlich schriftlich auszudrücken. Dadurch ist es auch möglich, eine musikalische Idee zu vermitteln, ohne sie selbst ausführen zu müssen, wodurch wiederum einzelne Personen in die Lage versetzt werden, sehr große und sehr komplexe Musikwerke zu schaffen. Bach und Beethoven waren auf Noten angewiesen und um klassiche Orchesterinstrumente, wie z.B. eine Geige spielen zu können, wird man in der Regel auch das flüssige Notenlesen, in der Spielgeschwindigkeit der jeweiligen Musikstücke, erlernen müssen. Um diese Fertigkeit in verschiedenen Tonarten zu beherrschen, bedarf es oft jahrelangen Übens.

Mundharmonika können Sie selbstverständlich auch nach Noten spielen. Das Chromaticfox-System übersetzt jedoch die Noten, gleich welcher Tonart, in Tabulatoren (Tabs) für eine chromatische Mundharmonika in C und bringt sie als Lauftext, synchron mit der zugehörigen Audiodatei, auf den Bildschirm. Mit diesem audiovisuellen Lern- und Übungssystem erlernen Sie das Mundharmonikaspielen auch ohne Noten sehr schnell und vor allem mit sofortiger Spielfreude.